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Thema Spezial

Info, Zeitgeschehen • 16.03.2026 • 20:15 - 22:00
Christoph Feurstein begleitet die Familie von Natascha Kampusch, zu der er seit dem ersten Interview nach ihrer Selbstbefreiung vor 20 Jahren ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Gemeinsam mit Nataschas Schwester Claudia Nestelberger (m.) und deren Tochter Alina besucht er das Haus in Strasshof, in dem Natascha jahrelang von Wolfgang Priklopil gefangen gehalten wurde.
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Christoph Feurstein begleitet die Familie von Natascha Kampusch, zu der er seit dem ersten Interview nach ihrer Selbstbefreiung vor 20 Jahren ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Gemeinsam mit Nataschas Schwester Claudia Nestelberger (r.) und deren Tochter Alina besucht er das Haus in Strasshof, in dem Natascha jahrelang von Wolfgang Priklopil gefangen gehalten wurde.
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Christoph Feurstein begleitet die Familie von Natascha Kampusch, zu der er seit dem ersten Interview nach ihrer Selbstbefreiung vor 20 Jahren ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Gemeinsam mit Nataschas Schwester Claudia Nestelberger (m.) und deren Tochter Alina besucht er das Haus in Strasshof, in dem Natascha jahrelang von Wolfgang Priklopil gefangen gehalten wurde. Beim Ausräumen stoßen sie auf jenes Kleid, das Natascha am Tag ihrer Entführung getragen hatte.
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Christoph Feurstein besucht Brigitta Sirny, die Mutter von Natascha Kampusch.
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Originaltitel
Thema
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2026
Info, Zeitgeschehen
Natascha Kampusch - Gefangen in Freiheit Dramatische Wende 20 Jahre nach ihrer Selbstbefreiung Die 38-jährige Natascha Kampusch hat einen Zusammenbruch erlitten. Claudia Nestelberger, die sich heute weitgehend um die Angelegenheiten ihrer Schwester kümmert, beschreibt ihren Zustand so: "Jeder weiß, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft. Es ist herzzerreißend und wir fühlen uns hilflos." Deshalb will die Familie auf sensible Art und Weise öffentlich machen, aufklären und die Ursachen für den Zusammenbruch der Tochter, Schwester und Tante beleuchten. Wie konnte es so weit kommen? In der THEMA Spezial-Dokumentation zeichnet Christoph Feurstein das Schicksal des Entführungsopfers vom Tag ihres Verschwindens am 2. März 1998 bis heute nach. Zum 20. Jahrestag ihrer Selbstbefreiung gibt es wieder Medienanfragen aus aller Welt. Die Angst, dass der Zustand der heute 38-Jährigen unreflektiert zur weltweiten Schlagzeile wird, lastet seit Natascha Kampuschs Zusammenbruch schwer auf der Familie. Psychiater Ernst Berger sieht das gegenüber Christoph Feurstein so: "So wie wir damals die Entscheidung getroffen haben als Betreuerteam, wir wollen mit Ihnen kooperieren, so sehe ich die Situation jetzt auch. Man muss davon ausgehen, dass das andere Medienstationen aus einer völlig anderen Perspektive aufgreifen." Seit 1998 berichtet THEMA über den Entführungsfall. Nach ihrer Selbstbefreiung aus der Gefangenschaft von Wolfgang Priklopil 2006 ist Christoph Feurstein der Erste, der mit Natascha Kampusch spricht - in einem Interview, das um die Welt geht. Viele können mit der Stärke, die Natascha Kampusch zeigt, nicht umgehen. Und so wird ihre Geschichte angezweifelt, sie wird von höchsten Vertretern des Staates als Lügnerin abgestempelt. Auf deren Betreiben wird der Fall fünfmal untersucht, zuletzt sogar mit Hilfe des deutschen Bundeskriminalamts und des US-amerikanischen FBI. Immer mit demselben Ergebnis: Natascha Kampusch sagt die Wahrheit. Doch der Ruf des Entführungsopfers bleibt schwer beschädigt. Bewegt vom heutigen Zustand von Natascha Kampusch, nehmen erstmals Ermittler, Staatsanwälte und Wegbegleiterinnen schonungslos Stellung. Christoph Feurstein zeigt auf, wie überfordert selbst die Medizin mit der heute 38-Jährigen ist. Anschließend an die THEMA Spezial-Dokumentation folgt eine Gesprächsrunde unter der Leitung von Lou Lorenz-Dittlbacher.